3. Grundlegende Benutzung von GIMP

3.1. Einführung

Das Bildschirmfoto zeigt Gimp nach dem ersten Start in der Fensteraufteilung.

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Werkzeugfenster/Werkzeugkasten: Das Werkzeugfenster ist das "Herzfenster" von GIMP. Es beinhaltet spezielle Menüeinträge, sowie eine ganze Reihe von Werkzeugen die für die Bildbearbeitung unerlässlich sind.

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Werkzeugeinstellungen: Unter dem Werkzeugfenster befindet sich der Dialog für die Werkzeugeinstellungen, welcher jeweils zum aktuell ausgewählten Werkzeug die Einstellungen anzeigt.

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Bildfenster: Jedes Bild welches von Gimp geöffnet wird, erscheint in seinem eigenen Bildfenster. So kann GIMP unzählige Bildfenster öffnen, welche nur von der Höhe der zur Verfügung stehenden Systemresourcen abhängt.

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Ebenendialog: Der Ebenendialog ist für die Ebenenverwaltung zuständig. Es ist möglich Bildbearbeitung auch ohne Ebenen zu betreiben, jedoch werden halbwegs fortgeschrittene Benutzer ohne Ebenendialog nicht auskommen.

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Pinselformen/Mustern/Farbverläufen: Unter dem Ebendialog befinden sich die Dialoge für die Verwaltung von Pinselformen, Mustern und Farbverläufen.

Das Bildschirmfoto selber zeigt das voreingestellte Fensterlayout. Es gibt noch weitere Dialoge für jeden möglichen Zweck, jedoch werden diese größtenteils zweckgebunden aufgerufen und geschlossen. Das Werkzeugfenster selber ist für erfahrene Benutzer Ausgangspunkt in der Bildbearbeitung mit Gimp. Es bietet neben den Werkzeugen den schnellsten Zugriff zu wichtigen Dialogen. Beim Schließen des Werkzeugfensters wird ebenfalls Gimp beendet.

[Anmerkung] Anmerkung

Möchten Sie zum voreingestellten Fensterlayout zurückkehren, geht das schnell und einfach, indem Sie ein neues Dock erstellen: Datei->Dialoge->Dock hinzufügen->Ebenen, Kanäle und Pfade erstellt den Ebenendialog wie oben gezeigt. Im selbigen Menü erstellen Sie den Dialog für die Werkzeugeinstellungen: Datei->Dialoge->Werkzeugeinstellungen Diesen Dialog können Sie wieder unter das Werkzeugfenster docken. Das Werkzeugfenster selber können Sie nicht nochmals erstellen, da es auch nicht, ohne Gimp zu beenden, geschlossen werden kann.

Im Gegensatz zu anderen Programmen, ist es unter Gimp nicht möglich alle Dialoge in einem Fenster unterzubringen. Die Entwickler sind der Meinung, das es hinderlich beim Arbeiten ist. Das Programm muss neben den weitreichenden Bildbearbeitungsberechnungen auch Funktionen mitbringen die internen Fenster zu verwalten. Eine Aufgabe die ein geeigneter Fenstermanager um einiges besser bewältigen kann; vor allem auch über mehrere Monitore hinweg.

Frühere Gimp Versionen waren äußerst verschwenderisch, wenn es um das Öffnen von neuen Dialogen ging. Fortgeschrittene Benutzer hatten viel zu viel Dialoge geöffnet, was nicht nur sehr viel Platz verschwendete, sondern es auch schwer machte alles im Auge zu behalten. Gimp 2.0 bringt eine neue Art mit, um Dialoge zu verwalten: Docks. Docks wirken mehr als Container, die die vielen Dialoge zu einem Fenster zusammenfassen. Das System selber ist leicht zu handhaben; braucht jedoch etwas Zeit um es als Anfänger zu erlernen.

Folgende Abschnitte gehen ausführlicher in die Verwendung verschiedener Dialoge ein. Sobald Sie dieses Kapitel gelesen haben, sollten Sie mit dem Handwerkzeug vertraut sein um Gimp in einer ganzen Reihe von Dingen im Alltag einsetzen zu können. Sie können einen weiteren Streifzug durch den Rest des Handbuchs nehmen und viel Neues erlernen.