4.2. Pfade

Vier beispielhafte Darstellungen von Pfaden in Gimp: geschlossen und polygonal, offen und polygonal, geschlossen und kurvig, Mix aus gerade und kurvige Segmente.

Ein Pfad ist eine eindimensionale Kurve. Pfade werden vor allem für zwei Hauptgründe benutzt:

Pfade können mit dem Pfadwerkzeug erstellt und manipuliert werden. Sobald Sie ihr Bild als XCF Format speichern, werden auch ihre angelegten Pfade gespeichert. Eine Liste der erstellten Pfade in einem Bild, können Sie mit dem Pfaddialog herausfinden. Wenn sie Pfade in Gimp von ein Bild in das andere Bild übertragen wollen, benutzen Sie Kopieren und Einfügen im Kontextmenü des Pfaddialoges, welches Sie per rechten Mausklick[4] aufrufe können.

Ansicht eines Pfades während er mit dem Pfadwerkzeug manipuliert wird. Die schwarzen Rechtecke sind Kontrollpunkte, der offene Kreis ist ein selektierter Kontrollpunkt. Beide offene Quadrate am selektierten Kontrollpunkt sind Handles . Beachten sie, dass dieser Pfad zwei Segmente hat.

4.2.1. Pfade und Auswahlen

Sie können mit Gimp eine Auswahl mittels Pfad erstellen. Wenn Sie einen Pfad aus einer Auswahl erstellen, wird der Pfad eine ähnliche Form wie die Auswahl annehmen. Beachten sie hierbei jedoch, dass die Erstellung des Pfades verlustbehaftet ist.

Ausserdem werden die Informatione eines weichen(ausgeblendeten) Randes bei einer Auswahl ebenfalls verworfen, sobald der Pfad erstellt wird. Wird wieder eine Auswahl aus dem Pfad erstellt, erhalten wieder eine Auswahle, aber ohne weichen(ausgeblendeten) Rand.

4.2.2. Pfade nachziehen

Vier Pfade unterschiedlich nachgezogen.

Pfade ändern nichts an dem Aussehen des Bildes, wenn Sie nicht nachgezogen sind.

4.2.3. Pfade transformieren

Mit den Transformationswerkzeugen lassen sich nicht nur Ebenen oder Auswahlen transformieren, sondern Pfade ebenso. Gehen Sie in die Werkzeugeinstellungen einer der Transformationswerkzeuge und klicken Sie auf die Pfad transformieren Schaltfläche rechts neben Wirkt auf:.

Standardmässig wird das Transformationswerkzeug nur einzelne Pfade transformieren, nämlich den, der im Pfaddialog ausgewählt ist. Möchten Sie jedoch mehrere Pfade transformieren, können Sie die Pfade zusammenschließen.

4.2.4. Pfade und Text

Ein Pfad aus einem Text konvertiert und perspektivisch transformiert.

Der Pfad wurde mittels einem weichem Pinsel nachgezeichnet. Darauf wurde ein Gradient abgebildet und mit dem "Gelben Konstrast" Filter verändert.

Ein Text kann mittels Textwerkzeug in ein Pfad konveriert werden. Benutzen Sie dafür die Pfad aus Text erzeugen Schaltfläche nach Erstellen des Textes. Das eröffnet unter anderem folgende Möglichkeiten:

  • Durch Nachziehen des Pfades mit unendlich vielen Möglichkeiten von wunderbaren Texteffekten.

  • Transformieren von Text. Zur Zeit bieten die Transformationswerkzeuge die einzige Möglichkeit Text zu transformieren.

4.2.5. Pfade und SVG Dateien

Das SVG Format (Scalable Vector Graphics) ist ein Vektorformat welches Pfade benutzt um Formen zu beschreiben. Gimp selber, obwohl ein Pixelbearbeitungsprogramm, kann ihre Pfade in das SVG Format abspeichern, da Pfade simple Vektorobjekte darstellen. Diese Funktionalität finden Sie im Pfaddialog.

[Anmerkung] Anmerkung

Gimp kann nicht nur SVG Dateien als Pfade importieren, sondern diese Dateien auch ganz normal als Pixelgrafik importieren.



[3] Zur Vollständigkeit: Auch können Auswahlen aus offenen Pfaden in Gimp erstellt werden. Der Pfad wird automatisch geschlossen um die Auswahl zu erstellen.

[4] Benutzer des Apple Macintosh benutzen Strg+linke Maustaste.