6.3. Farbverlaufswerkzeug

Das Farbverlaufswerkzeug dient dem Zeichnen von Farbverläufen. Das Werkzeug bietet verschiedene Farbverlaufsformen zur Auswahl, sowie der manipulation dieser.

6.3.1. Werkzeugaufruf

  • Das Farbverlaufswerkzeug lässt sich über das Bildmenü aufrufen: Werkzeuge /Farbverlauf .

  • Ebenfalls kann das Farbverlaufswerkzeug über einen Mausklick auf das Werkzeugicon aufgerufen werden:

6.3.2. Tastaturbindungen (Standardeinstellungen)

Tastaturkürzel

Die Tasten L wechselt zum Farbverlaufswerkzeug.

Strg

Mit der Strg Taste wird das Rotieren um den Anfangspunkt des Farbverlaufes, auf 15 Grad Schritte beschränkt.

6.3.3. Optionen

Übersicht

Die Werkzeugeinstellungen für das Farbverlaufswerkzeug lassen sich durch einen Doppelklick auf das Icon anzeigen.

Deckkraft

Mit dem Schieber lässt sich die Deckkraft des Farbverlaufs regeln. So kann der Schieber zwischen standardmässig, voller (100) und keiner Deckkraft (0), eingestellt werden.

Modus

Die verfügbaren Modi verändern die Art und Weise, wie die Pixel auf die Ebene gezeichnet werden. Ähnlich den Modi der Ebenen, repräsentieren die Füllmodi eine Überblendung mit der ausgewählten Füllfarbe (-muster) und der zu füllenden Ebene. Mehr über die Modi, die Gimp zur Verfügung stellt, befindet sich im Glossar.

Farbverlauf

Über den Farbverlaufsbrowser lassen sich zwischen eigens erstellten Farbverläufen auch die Standardfarbverläufe auswählen. Diese können mit Reverse invertiert werden. Standardmässig wird ein linearer Farbverlauf zwischen Vorder- und Hintergrundfarbe generiert.

Versatz

Durch den Versatz Wert, lässt sich die Größe des Überganges zwischen den Farben spezifizieren. Standardmässig ist der Versatz auf 0 eingestellt, welcher einen sehr weichen Übergang zwischen den Farben ermöglicht. Bei hohem Versatzwert (100) wird der Farbverlauf auf zwei Farben begrenzt.

Form

Gimp bietet die Möglichkeit zwischen 11 verschiedenen Farbverlaufsformen auszuwählen.

Linear

Der lineare Farbverlauf zeichnet den Übergang zwischen den Farben ohne Transformation. So entsteht ein linearer oder gerader Übergang zwischen den ausgewählten Farben.

Bi-Linear

Bei dem Bi-Linearen Farbverlauf, werden die Farben abwechselnd gezeichnet. So entsteht ein gespiegelter Eindruck, von der Mitte des Verlaufs.

Kreisförmig

Die radiale Form zeichnet den Farbübergang kreisförmig, anstatt linear. Es entsteht ein plastischer Eindruck, einer runden Oberfläche.

Quadratisch

Der quadratische Farbverlauf zeichnet den Farbübergang formangepasst an ein Quadrat. So zeichnen sich zwei überkreuzte, mittlere Linien ab, die in den Hintergrund übergehen.

Die Bilder zeigen von links nach rechts:Quadratisch und Sonderformen: Formangepaßt (winklig, sphärisch und dimpled).

Konisch (symmetrisch)

Wie der Name es schon verraten mag, zeichnet sich dieser Farbverlauf durch seine kanonische Form aus. Hier werden alle vorgegebenen Farbbereiche standardmässig, weich überblendet.

Konisch (asymmetrisch)

Im Vergleich zum symmetrisch, kanonischen Farbverlauf, wird bei der asymmetrischen Variante nicht das Ende des Farbverlaufes mit dem Anfang weiche überblendet.

Spirale

Diese Form zeichnet den ausgewählten Farbverlauf als Spirale. Das linke Bild zeigt die Spirale (rechtsdrehend) und das rechte Bild zeigt Spirale (linksdrehend).

Wiederholung

Für die Formmodi Linear, Bi-Linear, Kreisförmig und Quadratisch stehen Wiederholungsarten des Gradienten zur Verfügung. Man kann zwischen zwei verschiedenen wählen: Sägezahn Welle und Dreieckswelle. Beide Formen stellen eine Wiederholung des Farbverlaufs dar, die sich in Ihrer mathematischen Berechnung unterscheiden.

Dithering

Für die Farbverläufe steht eine Dithering Methode zur Verfügung. Mehr über das Dithering Verfahren im Glossar.

Anpassende Hochrechnung

An scharfen Farbübergängen wird ein Antialiasing durchgeführt. Je höher die Maximale Tiefe ist (max. 10), desto mehr Rechenzeit wird benötigt um die umliegendenden Farbwerte zu berechnen.

Kaum Auswirkung hat die Anpassende Hochrechnung auf sehr bunten Farbverläufen mit entsprechend vielen Farben, da hier meist schon ein weicher Übergang zwischen den Farben besteht.